Atom- und Braunkohlekonzern RWE: Nochmals 3.000 Arbeitsplätze werden abgebaut

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Energiewende? Kann RWE nicht. Noch mehr Arbeitsplätze werden gestrichen. Foto: Dirk Seifert

Auch der Atom- und Braunkohle-Dinosaurier RWE kommt mit der Energiewende und den Erneuerbaren Energien nicht klar: Jetzt kündigt der Konzern an, rund 3.000 Arbeitsplätze zu streichen und die Dividende für die Aktionäre zu senken. In Verbindung mit bereits angekündigten Maßnahmen will der Konzern offenbar mehr als 10.000 Arbeitsplätze abbauen! Auch bei Vattenfall, E.on und EnBW werden in großem Umfang Arbeitsplätze weg rationalisiert. Siehe dazu hier: Energiewende und Strukturwandel: Massiver Arbeitsplatzabbau bei den alten Stromkonzernen und Siemens.

Bereits im Juli 2012 ist bei RWE über einen massiven Stellenabbau berichtet worden. Siehe hier.
Der Arbeitsplatz-Abbau ist bei RWE längst im Gange. Das Handelsblatt berichtet: „Die mehr als 3000 Stellen kommen zu den länger geplanten Maßnahmen noch hinzu. Schon Teriums Vorgänger Peter Terium hatte den Abbau von 8000 Stellen eingeleitet, von denen aber viele auf den Verkauf von Tochtergesellschaften entfallen. Terium hatte dann vor einem Jahr „RWE 2015“ aufgelegt, dem 2400 Stellen zum Opfer fallen. Wie die „WAZ“ berichtet, plant der RWE-Chef zudem einen dreijährigen Verzicht auf Lohnerhöhungen für die Mitarbeiter.“
Die Nachrichtenagentur Reuters schreibt jetzt: „Der Konzern beschäftigte per Ende Juni 68.581 Menschen – gut 1700 Menschen weniger als im Halbjahr 2012. Knapp 40.000 Beschäftigte arbeiten in der Bundesrepublik.“ Weiter heißt es: „RWE-Chef Peter Terium will Kreisen zufolge aber auch bei den Arbeitnehmern stärker auf die Kostenbremse treten: RWE plane zur Verschärfung seines Sparkurses eine dreijährige Nullrunde bei Löhnen und Gehältern, hieß es in Branchenkreisen. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Ziel sei es indes, 800 Millionen Euro einzusparen – deutlich mehr als bislang geplant. Im Juli war noch von 500 Millionen Euro die Rede gewesen.“
Die jetzt genannten Zahlen betreffen offenbar vor allem den Kraftwerksbereich von RWE. Das Handelsblatt: „Nach Informationen des Handelsblatts will RWE im Rahmen seines Sparprogramms mehr als 3000 weitere Stellen abbauen. In dieser Größenordnung würden in der Kraftwerkssparte RWE Generation Arbeitsplätze abgebaut, hieß es in Aufsichtsratskreisen. Derzeit beschäftigt die wichtige Tochtergesellschaft rund 18.000 Mitarbeiter.“
In der Reuters-Meldung werden die Reaktionen der Gewerkschaft Verdi dargestellt: „Die Gewerkschaften reagierten entrüstet: „Verdi wird sicher keine Tarifverhandlung mit einer Nullrunde abschließen“, sagte eine Sprecherin. Auch die Gewerkschaft IG BCE lehnte die Pläne ab. „Die Beschäftigten werden nicht die Gewinne der Aktionäre finanzieren, das kommt nicht in die Tüte“, betonte IG-BCE-Vorstand Peter Hausmann. Die Verdi-Sprecherin zeigte Unverständnis nicht nur für die Überlegungen, die zu Unsicherheit bei den Mitarbeitern führten, sondern auch für den Zeitpunkt. „Wir haben einen laufenden Tarifvertrag bis Ende 2014.“ Die nächsten Verhandlungen würden erst Ende kommenden Jahres aufgenommen. Gleiches gelte für die Vereinbarung zur Beschäftigungssicherung, die ebenfalls bis Ende 2014 gültig sei. Zudem seien die Mitarbeiter dem Konzern bereits entgegengekommen: für 2014 sei eine Erhöhung der Löhne und Gehälter von nur 1,75 Prozent vorgesehen.“
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Dirk Seifert

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