Atommüll-Desaster: Castor-Lager Brunsbüttel ohne Genehmigung und die Folgen – Eine Debatte

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Peter Dickel und Atommüll-Alarm: Foto: Andreas Conradt / PubliXviewinG

Was mag wohl Thema sein, wenn Peter Dickel von der AG Schacht KONRAD auf Robert Habeck, grüner Energieminister von Schleswig-Holstein, trifft und vielleicht in der Mitte der Rechtsanwalt Ulrich Wollenteit sitzt? Klar, Atommüll-Probleme XY ungelöst. Das Castor-Zwischenlager in Brunsbüttel steht ohne Genehmigung da und stürzt die gesamte Atommüllentsorgung in die Krise. Welche Konsequenzen sind aus dem Urteil für andere Atomanlagen und Zwischenlager zu ziehen? Keine, so jedenfalls sagt es der Energieminister in Schleswig-Holstein. Dabei bestehen die Defizite bei den Sicherheitsnachweisen in Brokdorf und Krümmel in der gleichen Weise, wie das vom Gericht für Brunsbüttel festgestellt wurde.
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Rechtsanwalt Wollenteit: Klage führte zur Aufhebung der Genehmigung für das Castor-Lager am Vattenfall-AKW Brunsbüttel. Foto: Dirk Seifert

Ulrich Wollenteit ist der Anwalt, der das Urteil für die Klägerin Anke Dreckmann erstritten hat, Peter Dickel kommt aus der Nähe des geplanten Atommülllagers Schacht Konrad und Robert Habeck ist der zuständige Minister. Atommüll-Lagerung? Wie geht das mit der Sicherheit?
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Auch in der Atommüll-Kommission. Robert Habeck, Energieminister aus Schleswig-Holstein. Foto: Dirk Seifert

Am Mittwoch, den 11.3. 2015 um 19:00 Uhr, beginnt diese vermutlich wohl äußerst interessante Debatte im Kollegiumssaal im Rathaus Elmshorn (Schulstrasse 15-17). Fast möchte man sagen: Ein echtes Muss, da mag man gar nicht fehlen. Allemal wenn auch noch der (neue) Elmshorner Bürgermeister Volker Hatje sich die Ehre gibt und das ganze flankiert.
Bleibt nur noch die Gastgeber zu erwähnen, nämlich die, die auch dafür verantwortlich sind, dass am 26. April am AKW Brokdorf für Atomausstieg und weiteren Atommüll demonstriert wird: Anti-Atom-Initiative im Kreis Pinneberg, BI Brokdorf-akut, BUND Kreis Steinburg und Kreis Pinneberg.
Zur Einstimmung und Vertiefung empfiehlt umweltFAIRaendern folgende Literatur:

Dirk Seifert

2 Gedanken zu “Atommüll-Desaster: Castor-Lager Brunsbüttel ohne Genehmigung und die Folgen – Eine Debatte

  1. Schiesst den ganzen Atommüll doch einfach auf die Sonne!
    Dann knallt das da oben einmal und dann hat sich das von selber erledigt und dann hat man keine Sorgen mehr!!
    Hat eigentlich überhaupt schon mal Jemand an diese Möglichkeit gedacht?? Und die Umstellung der Uhren sollte endlich abgeschafft werden! Diesen Schwachsinn brauchen wir genauso wenig wie die Atomkraft! Zur Stromerzeugung gibt es genug andere Alternativen!!?

    1. Hallo Karsten,
      ein Castor mit etwas über 10 Tonnen hochradioaktivem Atommüll wiegt, wenn ich nicht irre, so etwa 120 Tonnen. Nicht so ganz sicher bin ich mir, wie viel „Nutzlast“ das ausgediente Space-Shuttle laden konnte. Geh mal davon aus, dass es so um 1.500 bis 2.000 solcher Castorbehälter geht, die du in die Sonne schießen willst. Wenn du das technisch gelöst bekommst, haben wir vermutlich auch endlich den Warp-Antrieb und vielleicht könnten wir das Zeug dann ja auch in Sonne beamen. Zwei Kleinigkeiten noch: 1. Diese Mengen-Angaben sind nur die bundesdeutschen hochradioaktiven Abfälle und es gibt wie du weißt Ländern, die noch erheblich mehr von dem Zeug besitzen. 2. Hoffentlich gibt es keinen Fehlstart!
      Was das mit der Umstellung der Uhren angeht, kommen wir bestimmt einfacher zu einer Lösung: Alle Uhren abschaffen – mit Ausnahme der Kuckucksuhren!
      🙂
      In diesem Sinne.
      Groundcontrol to Major Tom!

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