Festnahme in Kopenhagen (Foto: Christian Grodotzki, ROBIN WOOD) 700 Protestierende wurden heute im Zuge der Großdemonstration in Kopenhagen verhaftet, der überwiegende Teil auf reinen Verdacht hin. Was in Deutschland als Unterbindungsgewahrsam gegen einzelne angewendet wird, findet in Kopenhagen im Großen Maßstab statt: Massen von Menschen werden unter Generalverdacht gestellt, wer seine Grundrechte wahrnehmen will, macht sich verdächtig. Die Maßnahmen in Kopenhagen zeigen deutlich auf, dass wir auf dem besten Weg sind, Europa zu einem Präventivstaat zu machen. Wie in einem Internierungslager aufgereiht, aneinandergefesselt, werden Menschen dafür gedemütigt, sich für die Zukunft dieses Planeten auszusprechen und dies durch Protest einzufordern. Festnahme in Kopenhagen am 11. Dezember (Foto: Christian Grodotzki, ROBIN WOOD) Nicht diejenigen, die unseren Planeten an den Abgrund bringen, werden verfolgt, sondern diejenigen, die vielleicht stören könnten, wenn die Mächtigen wieder beim Dinner zusammensitzen und doch keine Lösungen finden, sondern die Probleme und Irrwege nur weiter zementieren, den Lobbyisten der Klimazerstörung jeden Wunsch von den Augen ablesen und jene zu verfolgen, wegzusperren und abzuschieben, die dies anprangern. Es ist unser Planet, für den wir eintreten und es sind unsere Stimmen, die zum schweigen gebracht werden sollen. Ist es glaubwürdig, dass die Mächtigen das Klima retten wollen, wenn Sie Gewalt gegen jene anwenden, die genau dies fordern? Durch diese Willkürmaßnahmen gegen Grund- und Menschenrechte, gegen die Menschen, gegen uns, hat sich Cop15 delegitimiert. Etwas ist faul im Staate Dänemark. Es wird kein Happy End geben.