Mittlerweile zum dritten Male wurden Briefkästen von Tagebau-Kritikern in der Lausitz gesprengt – und die Menge des eingesetzten Sprengstoffes überschreitet die Menge eines großen Silvesterknallers bei Weitem – und nimmt zu. Damit sollen die Tagebau-Kritiker offensichtlich eingeschüchtert werden. Zweiter gesprengter Briefkasten in Nochten – mittlerweile gab es einen weiteren und stärkeren Anschlag In der Nacht von Donnerstag auf Freitag (29. November) wurde die Anschlagsserie auf Tagebaukritiker in der Lausitz fortgesetzt. Der Briefkasten zweier Familien in Neustadt/Spree wurde zum nunmehr dritten Mal mit einer Sprengladung zerstört. Da in der gleichen Nacht im Nachbarort Rohne eine Plakatierung gegen den geplanten Tagebau Nochten II von Unbekannten zerstört wurde, ist von einem Zusammenhang zwischen beiden Taten auszugehen. Die Sachschäden bewegen sich insgesamt im vierstelligen Bereich. Die Explosion war heftiger als die vorangegangenen und kann daher nicht von handelsüblichen Feuerwerkskörpern stammen. „Eine Steigerung ist deutlich zu erkennen“ sagt Adrian Rinnert, Sprecher des Bündnisses „Strukturwandel Jetzt – Kein Nochten II“. „Hier wird offenbar versucht, Angst zu verbreiten und letztendlich Kritiker des Tagebaus verstummen zu lassen. Wir werden uns von diesen Kriminellen nicht einschüchtern lassen und weiter für eine nachhaltige Entwicklung in der Lausitz eintreten.“ Das Bündnis „Strukturwandel jetzt – Kein Nochten II“ setzt sich gegen den geplanten Vattenfall-Braunkohlentagebau Nochten II und für eine zukunftsfähige Wirtschaft und Energieversorgung in der Lausitz ein. Der Energiekonzern Vattenfall plant die Umsiedlung von 1.600 Menschen für ein sogenanntes „Abbaugebiet 2“. Die sächsische Staatsregierung muss noch über den entsprechenden Braunkohlenplan entscheiden. Weitere Informationen: www.strukturwandel-jetzt.de